Kassenschubladen für verschiedene POS-Systeme
Kassenschubladen ermöglichen die geordnete Aufbewahrung von Banknoten, Münzen, Belegen und Gutscheinen am POS. Zur Auswahl stehen kompakte Frontöffner, Standardmodelle, Kurzhubschubladen und Flip-Top-Kassenladen. Vergleichen Sie Abmessungen, Facheinteilung, Öffnungsmechanismus und Anschluss mit Ihrem Kassensystem.
- Elektronische und manuelle Kassenschubladen für Handel, Gastronomie und Dienstleistung
- Modelle mit RJ11/RJ12, USB, serieller oder netzwerkbasierter Ansteuerung
- Weiter unten gelangen Sie zu den häufigen Fragen über Kassenschubladen, die wir Ihnen kurz und bündig beantworten.
Kassenschubladen - Unterkategorien
Wie wird eine Kassenschublade an das Kassensystem angeschlossen?
Passt jede RJ11- oder RJ12-Kassenschublade an jeden Bondrucker?
Welche Größe sollte eine Kassenschublade haben?
Was ist der Unterschied zwischen einer Frontöffner- und einer Flip-Top-Kassenschublade?
Kassenschubladen für professionelle Kassenplätze
Kassenschubladen sind ein zentraler Bestandteil bargeldführender POS-Systeme. Sie strukturieren den Bargeldbestand und ermöglichen einen schnellen Zugriff auf Münzen und Banknoten während des Bezahlvorgangs. Typische Einsatzbereiche sind Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie, Apotheken, Bäckereien, Kioske, Rezeptionen und weitere Dienstleistungsbetriebe.
Welche Kassenlade geeignet ist, hängt nicht allein vom Preis oder Hersteller ab. Der verfügbare Platz, die tägliche Anzahl der Bargeldtransaktionen und die vorhandene Kassenhardware bestimmen die benötigte Ausführung. Auch der Wechsel zwischen Bedienpersonen, die Form des Kassenabschlusses und betriebliche Sicherheitsvorgaben sollten berücksichtigt werden.
Frontöffner, Kurzhubschubladen und Flip-Top-Modelle
Frontöffnende Kassenschubladen gehören zu den verbreiteten Bauformen. Beim Öffnen fährt der Einsatz nach vorn aus. Sie werden in verschiedenen Breiten und Tiefen angeboten und können häufig unter einem Bondrucker, Touchmonitor oder Kassenterminal platziert werden. Vor der Aufstellung ist die zulässige Belastung der Gehäuseoberseite zu prüfen.
Kurzhubschubladen sind für Kassenmöbel mit geringer Einbautiefe vorgesehen. Ihr Auszug bewegt sich nur einen begrenzten Weg nach vorn, während die Innenaufteilung durch eine breitere Bauweise ausreichend Kapazität bereitstellen kann. Solche Modelle eignen sich unter anderem für individuell angefertigte Kassentische und Theken.
Bei Flip-Top-Kassenschubladen klappt der Deckel nach oben. Banknoten werden meist aufrecht eingeordnet, wodurch die Gehäusetiefe reduziert werden kann. Diese Bauform ist beispielsweise an schmalen Gastronomietheken oder stark frequentierten Kassenplätzen interessant. Oberhalb des Deckels dürfen sich jedoch keine Geräte oder Einbauten befinden, die den Öffnungsvorgang behindern.
Elektronische oder manuelle Kassenschublade auswählen
Eine elektronische Kassenschublade öffnet nach einem Befehl der Kassensoftware. Bei einer druckergesteuerten Installation übernimmt der Bondrucker die Weiterleitung des elektrischen Impulses. Dieser Aufbau ist praktisch, wenn der Belegdrucker bereits über einen geeigneten Cash-Drawer-Port verfügt.
Die häufig verwendeten Bezeichnungen RJ11 und RJ12 beschreiben zunächst die modulare Steckverbindung. Sie sagen allein nichts darüber aus, ob die Kassenlade mit einem bestimmten Drucker funktioniert. Zusätzlich müssen Betriebsspannung und Kontaktbelegung übereinstimmen. Je nach Modell werden 12 oder 24 Volt benötigt.
USB-Kassenschubladen oder separate Schubladencontroller können sinnvoll sein, wenn kein kompatibler Bondrucker vorhanden ist. Netzwerkfähige Steuerungen ermöglichen abhängig von Hard- und Software eine Einbindung über Ethernet oder WLAN. Bei Tablet-Kassen kommen außerdem Bluetooth-basierte Lösungen infrage. Die Kassensoftware muss die ausgewählte Steuerungsart ausdrücklich unterstützen.
Manuelle beziehungsweise mechanische Kassenschubladen werden durch Druck auf die Front oder mit einem Schlüssel geöffnet. Sie benötigen keinen elektrischen Anschluss, lassen sich jedoch nicht automatisch mit einem abgeschlossenen Barzahlungsvorgang verknüpfen.
Banknoten- und Münzfächer passend zum Bargeldvolumen
Der Kasseneinsatz bestimmt, wie sich das Bargeld im täglichen Betrieb organisieren lässt. Standardmodelle besitzen häufig vier oder fünf Banknotenfächer sowie mehrere Bereiche für Münzen. Größere oder international ausgelegte Einsätze können zusätzliche Schein- und Münzbereiche bieten. Prüfen Sie, ob die Aufteilung für Euro-Bargeld und die im Betrieb verwendeten Stückelungen geeignet ist.
Bei horizontalen Banknotenfächern halten Niederhalter die Scheine in Position. Vertikale Einsätze ordnen Banknoten stehend an und benötigen weniger Tiefe. Verstellbare Münzfächer können an das tatsächliche Wechselgeldaufkommen angepasst werden.
Herausnehmbare Kasseneinsätze erleichtern den Schichtwechsel und die Abrechnung außerhalb des Verkaufsbereichs. Für ausgewählte Modelle stehen abschließbare Deckel zur Verfügung. Verwiegbare Coin Cups besitzen ein definiertes Eigengewicht und können zusammen mit einer kompatiblen Geldwaage das Zählen von Münzbeständen beschleunigen.
Belegschlitze, Schlösser und weiteres Zubehör
Ein Beleg- oder Mediaschlitz ermöglicht es, größere Banknoten, Gutscheine und Unterlagen unterhalb des Kasseneinsatzes abzulegen, ohne die Schublade zu öffnen. Je nach Modell stehen ein oder mehrere Einwurfschlitze zur Verfügung. Dieser zusätzliche Ablagebereich kann besonders bei höherem Belegaufkommen sinnvoll sein.
Viele Kassenschubladen besitzen ein Schloss mit mehreren Positionen. Abhängig von der Schlüsselstellung kann die Schublade elektronisch betrieben, vollständig verriegelt oder manuell geöffnet werden. Die genaue Funktion unterscheidet sich zwischen den Modellen. Eine Kassenlade ersetzt keinen Tresor; größere Bargeldbestände sollten regelmäßig entnommen und nach den betrieblichen Sicherheitsvorgaben verwahrt werden.
Zum erhältlichen Zubehör gehören unter anderem Ersatzschlüssel, zusätzliche Einsätze, abschließbare Deckel, Anschlusskabel, Untertischhalterungen und Controller. Zubehörteile sind normalerweise an eine bestimmte Baureihe gebunden und sollten anhand der vollständigen Modellnummer ausgewählt werden.
Kassenschublade in den Arbeitsplatz integrieren
Vor der Bestellung sollten Breite, Höhe und Tiefe des vorgesehenen Stellplatzes gemessen werden. Bei Frontöffnern ist zusätzlich der vollständige Auszugsweg einzuplanen. Für eine Untertischmontage werden geeignete Halterungen und eine ausreichend tragfähige Arbeitsplatte benötigt.
Kontrollieren Sie außerdem die Kabelführung. Das Anschlusskabel darf beim Öffnen weder gespannt noch zwischen Schublade und Kassenmöbel eingeklemmt werden. Wenn ein Gerät auf der Kassenschublade stehen soll, müssen dessen Gewicht, Standfläche und Belüftung berücksichtigt werden.
Kassenschubladen bedarfsgerecht kaufen
Beginnen Sie die Auswahl mit Bauform und Außenmaßen. Legen Sie danach die erforderliche Anzahl an Banknoten- und Münzfächern sowie gewünschte Funktionen wie Belegschlitz, entnehmbaren Einsatz oder Transportdeckel fest. Im letzten Schritt werden Anschluss, Spannung, Pinbelegung und Softwareunterstützung geprüft.
Durch diesen Abgleich erhalten Sie eine Kassenschublade, die mechanisch in den Kassenplatz passt und technisch mit Bondrucker, Kassensystem und den vorhandenen Arbeitsabläufen zusammenarbeitet.